Aktuelles aus dem Raps
08/2018

Aktuelles aus dem Raps

Rapsaussaat  - sobald es regnet kann es losgehen!

Freitag, den 10.8.2018

Rapsaussaat  - sobald es regnet kann es losgehen!

„Quo vadis domine“ „Wohin gehst Du Herr?“ Diese schicksalhafte Frage stellte der Apostel Petrus vor 2000 Jahren. Die Landwirte heute fragen sich ebenso schicksalbelastet: „Wohin entwickelt sich unser Klima? Kann ich noch einigermaßen sicher Winterraps anbauen? Wann kann ich in diesem Spätsommer mit der Rapsaussaat beginnen?“

Darauf gibt es eine relativ einfache Antwort: Rapsaussaat  - sobald es regnet kann es losgehen!

In den letzten Wochen und Monaten herrschten und herrschen deutschlandweit sehr trockene, heiße Wetterbedingungen. Der langersehnte Regen kündigt sich aber zumindest regional an, so dass bei vielen Landwirten nun die Rapsaussaat in den Fokus rückt. Raps als Ölfrucht hat, trotz der relativ kleinen Korngröße, zur Keimung einen höheren Wasserbedarf, ist dann jedoch eher genügsam was die Wasserversorgung betrifft. Fallen Niederschläge vor der Aussaat eher knapp aus, so ist es ratsam auf eine tief-mischende Bodenbearbeitung zu verzichten, um die Bodenfeuchtigkeit maximal ausnutzen zu können. Erfahrungen aus den südfranzösischen Trockengebieten zeigen, dass die Rapsaussaat selbst unter Trockenheit funktioniert. Wichtig ist dabei, die Saattiefe an die Bodenfeuchte anzupassen. Bei sehr trockenen Bedingungen sollte diese 2cm nicht unterschreiten. So ist sichergestellt, dass der Raps von Niederschlägen profitieren kann.

Derzeit sind die Bodentemperaturen ungewöhnlich hoch, wodurch der optimale Aussaattermin auf vielen Standorten gegenüber dem langjährigen Mittel ca. eine Woche nach hinten geschoben werden kann. Darüber hinaus sind Spätsaaten im Winterraps je nach Region in der ersten September-Dekade möglich. Es empfiehlt sich, bei der Sortenwahl auf die Saattermineignung zu achten. Prinzipiell sind die meisten neuen Hybridrapssorten hierfür geeignet. Ein besonders gutes Beispiel zum Thema Spätsaat Winterraps ist die Sorte TREZZOR. Sie verfügt über eine zügige Entwicklung vor Winter und eignet sich daher sehr gut für ggf. notwendige spätere Aussaat. Dabei ist die normale Aussaatstärke um ca. 10 Kö/m² zu erhöhen, sollte aber nicht überreizt werden.

Die nach der neuen DüVO mögliche N-Gabe im Herbst sollte dann entsprechend gesetzt werden. Bei Flächen, die in der Vorfrucht mit möglicherweise schädigenden Herbiziden behandelt wurden gilt es dieses Risiko mit in Betracht zu ziehen. Die optimale Versorgung im Herbst mit Herbiziden, Haupt- und Spurennährstoffen, sowie Fungizid-/Wachstumsregler-Anwendungen sollte angestrebt werden. Ein späterer Saatzeitpunkt hat dann aber auch den Vorteil, das Befallsrisiko mit der Kleinen Kohlfliege stark zu senken. Die Befallskontrolle auf den Raps-Erdfloh sollte aber bei schöner Herbstwitterung unbedingt erfolgen, um bei Befall rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.

 


Dienstag, den 7.8.2018

TREZZOR bestätigt seine Klasse bundesweit im LSV 2018

Nachdem TREZZOR in seinem ersten LSV-Prüfungsjahr  2017 bundesweit die ertragsstärkste Sorte war, hat die Sorte in 2018 seine Ertragsstärke und Stabilität auch unter Streßbedingungen unter Beweis gestellt.TREZZOR wird in allen Bundesländern, die bislang eine offizielle Empfehlung ausgesprochen haben, für die Aussaat 2018 empfohlen.

 


Donnerstag, den 26.7.2018

LSV-Empfehlungen Löss-Standorte  2018 

Die RAGT-Sorten TREZZOR, ATTLETICK und MUZZICAL schneiden auch in diesem Jahr überdurchschnittlich auf den Löss-Standorten ab. Besonders TREZZOR & ATTLETICK überzeugen durch Ertragsstärke und Stabilität und sind offiziell zum Anbau empfohlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Mittwoch, den 25.7.2018

Erste LSV-Ergebnisse aus Süddeutschland veröffentlicht

Die bayrischen LSV-Ergebnisse belegen – TREZZOR erzielt auch unter schwierigen Bedingungen konstant hohe Erträge.

 


Dienstag, den 10.07.2018

Mit ertragsstabilen Sorten von RAGT den Wetterextremen trotzen

Das Wetter kann man nicht beeinflussen – die Sortenwahl schon. Umso wichtiger ist es, bei der Wahl der Rapssorte neben dem Leistungsniveau auch auf die Ertragsstabilität zu achten. Eigenschaften, die die Rapssorten der RAGT hervorragend miteinander vereinen, wie aus der Darstellung von Hansgeorg Schönberger (N.U. Agrar GmbH),die in der top agrar 7/2018 veröffentlicht wurde, hervorgeht.

Quelle: topagrar 7/2018


 

Mittwoch, den 23.05.2018

 

Schädlingsbefall im Raps kann zu Ertragseinbußen führen

Die Rapssaison verläuft nach wie vor schwierig.  Nach dem schnellen vegetativen Wachstum, was zu einer reduzierten  Seitentriebbildung  geführt hat, und der vielerorts aufgetretenen  Rapsknospenwelke hat der DRV (Deutsche Raiffeisenverband) die Ernteprognose bereits nach unten korrigiert.

In der Praxis sind nun auch vermehrt Schadsymptome an den Beständen vorzufinden, die durch Schädlingsbefall hervorgerufen wurden.  Dazu zählen zum Beispiel frühzeitig gelb verfärbte Schoten, die durch den Larvenfraß der Kohlschotenmücke in der Schote verursacht werden.


Schäden der Kohlschotenmücke

Daneben sind auch vielfach Bohrlöcher der Rapsstängelrüssler in den Praxisbeständen vorzufinden. Schneidet man die Stängel der Pflanzen die solche Bohrlöcher aufweisen auf, so ist der Schaden den die dort abgelegte Larven angerichtet haben ersichtlich. Die Bohrlöcher können zudem im weiteren Verlauf der Vegetation auch noch als Eintrittspforte für pilzliche Infektionen dienen.  


Schädigung durch den Stängelrüssler

Im Allgemeinen sind diese Schädlinge gut durch entsprechende Insektizidmaßnahmen zu bekämpfen. Allerdings nicht in diesem Jahr, denn die schwierige Witterungssituation hat den Landwirten nur kurze Zeitfenster für die Schädlingsbekämpfung im Raps gelassen. Wenn diese kurzen Perioden nicht genutzt werden konnten haben Stängelrüssler,  Kohlschotenmücke und Co. Schäden angerichtet, die zu weiteren Ertragseinbußen führen können. 

 


Montag, den 30.04.2018

Rapsknospenwelke

In ganz Deutschland blüht mittlerweile der Raps. In einigen Regionen tritt jedoch das Phänomen der unspezifischen Rapsknospenwelke auf. Was sind die Ursachen?

Es ist die Summe aus mehreren Faktoren die dazu führen, dass Rapsblüten welken oder abgeworfen werden. Ungünstige Aussaatbedingungen und viel Niederschlag haben vielerorts der Bodenstruktur zugesetzt und die Bodennährstoffe ausgewaschen. Im Frühjahr ist die Vegetation erst spät gestartet, durch die sommerlichen Tagestemperaturen Mitte April hat der Raps dann eine explosionsartige Entwicklung an den Tag gelegt und ist sehr schnell in die Blühphase übergegangen.

Diese Bedingungen haben dazu geführt, dass die Wurzeln häufig nicht ideal ausgebildet waren und der Rapspflanze nicht genügend Nährstoffe und Wasser zur Verfügung standen. Die Pflanzen reagieren darauf mit dem Abwurf der unterversorgten Blüten. Hinzu kommt der teilweise massive Schädlingsdruck durch den Rapsglanzkäfer, der durch Schadfraß ein ähnliches Schadbild hervorruft.

Da die hohen Temperaturen vorerst beendet sind, gilt es zu kontrollieren in wie weit die Knospenanlagen der Seitentriebe normal entwickelt sind. Durch das hohe Kompensationsvermögen moderner Winterraps-Hybriden kann bei guter Entwicklung dieser Knospenanlagen noch mit ordentlichen Erträgen gerechnet werden. Sollten auch die Seitentriebe geschädigte Knospen aufweisen, gilt es möglichst zeitnah schlagspezifische Expertenmeinungen einzuholen.

 

Bild: Blüten- / Knopsenabwurf und Rapsglanzkäfer


 

Dienstag, den 13.03.2018

Empfehlungen zur Düngung von Winterkulturen im Frühjahr 2018

Große Niederschlagsmengen im Herbst 2017 haben zu einer starken Verlagerung des pflanzenverfügbaren Stickstoffs (Nitrat) sowie des pflanzenverfügbaren Schwefels (Sulfat) geführt. Beide Nährstoffformen wurden durch die ungewöhnlich hohen Niederschlagsmengen aus dem Wurzelraum der noch jungen Bestande gewaschen. Diese Nährstoffe können oftmals erst im späteren Vegetationsverlauf, durch ein tiefer reichendes Wurzelsystem oder durch kapillaren Aufstieg erschlossen werden. Insbesondere im nördlichen Teil Deutschlands ist durch die ausgesprochen hohen Niederschlagsmengen zudem mit einem Austrag in den Grundwasserspiegel zu rechnen. Sowohl im Wintergetreide, als auch im Winterraps sollte daher eine zeitige Düngung mit Schwefel und Stickstoff erfolgen, da mit einer Mineralisation erst im späteren Vegetationverlauf (Bodentemperaturen) zu rechnen ist.

Blattverluste aufgrund von Kahlfrösten erhöhen den Nährstoffbedarf der Kulturen ebenfalls. Eine erhöhte Startgabe begünstigt die Blattneubildung. Pflanzennährstoffe aus den abgestorbenen Blättern werden erst pflanzenverfügbar sobald höhere Bodentemperaturen eine Mineralisation ermöglichen.

Dünne oder schwach entwickelte Getreidebestände sollten ebenfalls stärker angedüngt werden. Ziel ist es eine Ausreichende Anzahl Triebe/m² zu erreichen. Weitere Maßnahmen wie Anwalzen (Förderung der Bestockung) und CCC-Gaben (Verringerung der Apikaldominanz) können zur Etablierung eines leistungsfähigen Bestandes beitragen.

Rapsbestände, die unter der Kälteperiode gelitten haben sollten (soweit noch nicht erfolgt) unverzüglich angedüngt werden. Die zweite N-Gabe sollte dann relativ kurzfristig nach dem Ergrünen erfolgen. Alternativ dazu kann auch die gesamte N-Gabe in reduzierter Menge sobald die Blattbildung der unteren Seitentriebe erkennbar ist gegeben werden.

 


Montag, den 12.03.2018

Raps – jetzt Gelbschalen aufstellen!

Nach dem Temperaturanstieg in den letzten Tagen hat nun vielerorts ein massiver Zuflug des Rapsstängelrüsslers stattgefunden.  Bei Bodentemperaturen ab 5°C und Lufttemperaturen ab ca. 9°C fliegt dieser Rapsschädling von seinem Winterquartier, den Rapsschlägen aus dem Vorjahr, in die jungen Rapsbestände. Bereits nach kurzem Reifungsfraß beginnt die Eiablage wodurch die Rapspflanzen geschädigt werden.

Handlungsbedarf:

  • Gelbschalen, die in Rapsbestände gestellt werden ermöglichen eine gute Kontrolle des Zuflugs.
  • Befinden sich innerhalb von 3 Tagen  5-10 Käfer in der Gelbschale ist die Schadschwelle erreicht.
  • Wird die Schadschwelle überschritten kann eine Bekämpfung mit zugelassenen pyrethroidhaltigen Insektiziden erfolgen.

 

Bild 1: Rapsstängelrüssler in Gelbschale (zur Ansicht ohne Gitter)

Bild 2: Gelbschale auf Rapsfeld