Sortenwahl Mais

Sortenwahl Mais

Tipps und Empfehlungen zur Sortenwahl sowie Informationen zu Beizungen

Sortenwahl im Mais

Mit der Sortenwahl wird der Grundstein für den Erfolg in der folgenden Saison gelegt. Um hier die richtige Wahl zu treffen, lohnt es sich einige Dinge zu beachten.

Welche Reifezahl?

Welche Sorten auf welchen Standort passen, hängt von der dortigen täglichen Durchschnittstemperatur der Monate Mai bis September ab. Dadurch ergibt sich eine Reifegruppe von früh bis spät.  Die Reifezahlen unterscheiden sich um 10 Reife-Einheiten, dies entspricht ungefähr einem Reifeunterschied von 1 - 2 % Trockensubstanzgehalt der Körner. Die Siloreife (S) bezieht sich auf den Trockensubstanzgehalt der gesamten Pflanze, die Körnerreife  (K) bezeichnet ausschließlich den Trockensubstanzgehalt des Kornes.

Einteilung der Reifegruppen nach Reifezahlen für Silo- und Körnermais und deren Temperaturansprüche
(Quelle: Verändert nach Deutsches Maiskomitee e.V.) 

Reifegruppe

Reifezahl

tägl. Durchschnittstemperatur
       (Mai-September)

früh S bzw K 170 - 220 14,0-15,0 °C
mittelfrüh S bzw. K 230-250  15,0-15,5 °C
mittelspät S bzw. K 260-290  15,6-16,4 °C
spät S bzw. K 300-350  16,5-17,4 °C

Was bedeuten „stay geen“ und „dry down“?

Maissorten mit der gleichen Reifezahl können sich im Abreifeverhalten unterscheiden.
Es gibt stay green Sortentypen, die eine lange grün bleibende Restpflanze haben und deshalb ein breites Erntefenster bieten. Für die Nutzung als Silomais ist dies gerade auf trockenen und wenig wasserführenden Standorten ein wichtiger Punkt. sind dagegen eher Sorten mit einer gleichmäßigen Maissorten die am Ende der Reife sehr schnell das Wasser aus dem Kolben abgeben werden als dry down Typen bezeichnet. In der Körnermaisnutzung ist dies vorteilhaft, um möglichst hohe Trockensubstanzgehalte zu erreichen und die Trocknungskosten so gering wie möglich zu halten.

Welche Sorteneigenschaften für welche Nutzungsrichtung?

Biogas – großrahmige Pflanzentypen mit hohem GTM-Ertrag sorgen für eine hohe Biogasausbeute

Silomais für Biogas und Fütterung – hohe GTM-Erträge bei ausgeglichenen Energiegehalten und guter Verdaulichkeit, dadurch können sowohl Kühe als auch die Biogasanlage bedarfsgerecht aus einem Silo gefüttert werden

Qualitätssilomais – als Stärkelieferant hat ein Qualitätssilomais einen hohen Energiegehalt bei hoher Verdaulichkeit, wodurch gerade Milchviehbetriebe mit wenig Fläche das Maximum an Energie aus dem Grundfutter holen können

Doppelnutzung: Silo- und Körnermais – maximal flexibel in Nutzung durch standfeste Maispflanzen mit gutem GTM-Erträgen und einer guten Kolbenausbildung, die sowohl für Qualität im Silo als auch für einen guten Kornertrag beim Drusch sorgen

Körnermais – gesunde, kompakte Maispflanzen mit guter Standfestigkeit und einer guten Kolbenausbildung sind neben einer zügigen Wasserabgabe des Kolbens die wichtigsten Sortenmerkmale

Welches Beizmittel hat welche Wirkung?

Wir bieten unser Maissaatgut in unterschiedlichen Beizausstattungen an. Welches Beizmittel welche Wirkung hat kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

Beizungen

Standard (Redigo M)

Standard (Redigo M) +

Wirkungsspektrum

Korit

Force 20 CS + Fortify

Fortify Phosphorus

Fusarium-Arten

x

x

x

x

Phytium-Arten

x

x

x

x

Vogelrepellent (Fasan, Krähe, Taube, Kranich)

 

x

   

Drahtwurm

   

x

 

Wurzelbohrer

   

x

 

Tausendfüßler

   

x

 

Förderung des Wurzelwachstums

   

x

x

zügigere Jugendentwicklung

   

x

x

Verbesserung der Wasser- und Nährstoffaufnahme

   

x

x

erhöhte Stresstoleranz

   

x

x

Lieferung der Nährstoffe P, K, MG & Zn

     

x

 

Hier finden Sie weitere Informationen zu unserer Spezialbeizung fortify .

 

Sie haben weitere Fragen zum Thema Sortenwahl? Wenden Sie sich einfach an unsere RAGT-Fachberater, die Kontaktdaten finden Sie hier.